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Der Tag danach! Ein Überblick über die Eröffnungs-Keynote der WWDC

von Andreas am 9. Juni 2009 Ein Kommentar

Einen Tag nach der Eröffnungs-Keynote der Worldwide Developers Conference 2009 (WWDC) in San Francisco, wird in vielen Medien durchaus positiv über die Neuerungen berichtet. Das erhoffte “one more thing” war zwar leider nicht dabei und auch ein Überraschungsauftritt von Steve Jobs fehlte, trotzdem hat Apple einen Großteil der Entwickler (WWDC ist ja eine Entwickler-Konferenz) aber auch der Apple-Kunden zufriedengestellt.

Vor allem das neue iPhone 3GS wurde äußerst positiv aufgenommen. Zusammen mit dem neuen Betriebssystem iPhone OS 3.0, bietet Apple eine Reihe sinnvoller und interessanter Neuerungen. Wenn man so durch die österreichische Medienlandschaft streift, werden vor allem die neuen Videofunktionen, die Sprachsteuerung, die neuen GPS-Funktionen und die verbesserte Akkulaufzeit hervorgehoben.

Die beiden österreichischen Anbieter T-Mobile und Orange werden das iPhone 3GS in ihr Programm aufnehmen. Die Tarife werden sich kaum verändern, aber die genauen Preise werden noch im Laufe dieser Woche veröffentlicht. Das iPhone 3GS wird in Österreich ab 26. Juni verfügbar sein.

Wie erwartet wurde auch das neue iPhone OS 3.0 vorgestellt. Mehr als 100 neue Features soll das OS enthalten. Das Update ist für iPhone-User kostenlos. Besitzer eine iPod touch müssen jedoch einen Betrag von 7,99 Euro bezahlen.

Die größte Überraschung war wohl die Runderneuerung der MacBook-Serie. Die 13 Zoll Geräte sind nun ebenfalls in die MacBook Pro – Liga aufgestiegen. Nur dem kleinsten Modell mit weißem Kunststoffgehäuse wird das “Pro” verwehrt und nennt sich weiterhin schlicht MacBook.

Die MacBook Pro-Modelle haben allen einen verbesserten Akku, der zwar fix verbaut ist, aber bis zu sieben Stunden Laufzeit bieten soll und erheblich langlebiger ist.

Preislich sieht es folgendermaßen aus: Das kleine Weiße kostet € 949. Die 13 Zoll MacBook Pro’s beginnen bei € 1.149, die 15 Zoll Modelle bei € 1.599 und das 17 Zoll Gerät bei € 2.299. Das MacBook Air ist nun ab € 1.399 zu haben – als um 300 Euro günstiger als zuvor.

Wie erwartet wurde auch über Apples neues Betriebssystem Mac OS X 10.6 Snow Leopard gesprochen. Ein Großteil der Funktionen waren ja bereits bekannt. Die meisten Änderungen werden außerdem unter der Haube stattfinden. 10.6 ist nun vollständig auf 64 Bit umgestellt. Mehrkern-Prozessoren wurden nun durch Grand Central besser unterstützt und mit Open CL können Berechnungen auf die oftmals ungenützten Grafikkarten ausgelagert werden. Alles zusammen soll das zu einer erheblichen Performancesteigerung führen.

Quick Time wurde komplett überarbeitet und zum Großteil völlig neu entwickelt. Das Interface wurde modernisiert und es wurden einige Video-Bearbeitungsfunktionen hinzugefügt. Quick Time ist somit flotter, bietet mehr Funktionen und wurde optisch aufgeputzt.

Auch der eigentliche Installationsprozess von OS X 10.6 Snow Leopard wurde optimiert. Um bis zu 45 Prozent soll das Betriebssystem nun schneller installiert sein. Aber was noch wichtiger ist: Der Schneeleopard benötigt nun bis zu 6 GB weniger Festplattenspeicher.

Für Business-User ist nun die integrierte MS-Exchange – Unterstützung für Mail, iCal und dem Adressbuch interessant.

Interessant ist aber auch das Preismodell: 29 Dollar kostet das Upgrade von Mac OS X 10.5 auf 10.6. Die Familienlizenz für 5 Macs kosten 49 Dollar. Die Vollversion gibt es um 129 Dollar.

Mac OS X 10.6 Snow Leopard soll im September erscheinen.